smart homes 1/2012
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Geradlinigkeit als Leitmotiv

smart homes Ausgabe Januar/Februar 2012

smart homes 1/2012

Reduktion auf das Wesentliche, so lautet das Motto dieses Hauses an einem bayrischen See. Ein Paar hat sich hier seinen Wohntraum erfüllt, mit klaren Linien, minimalistischer Ausstattung und geprägt von klaren Linien. Perfektionismus bis zum Lichtschalter.

Der Standort - mit Seeblick - war perfekt, doch auf dem Grundstück stand bereits ein Gebäude aus den 70er Jahren im typischen Look der damaligen Zeit mit all seinen Fehlern und Schwächen. Die Bauherren entschieden sich für eine umfangreiche Renovierung, sodass man dem Objekt, so wie es jetzt dasteht, seinen Ursprung nicht mehr ansieht. Die Tristesse der 70er ist komplett beseitigt, und hinter der schwarzen Eternit-Fassade, die dem Baukörper etwas monolithisches verleiht, verbirgt sich eine Architektur mit unglaublich großzügigen Grundrissen.

Es war das dritte Bauvorhaben der Hausherren, die – berufsbedingt – immer mal wieder den Standort wechseln mussten, doch wie bei den beiden vorausgehenden Planungen sollte auch hier intelligente Haustechnik mit an Bord sein – von Anfang an. Mit dem Systemintegrator Anton Hieber fand das in höchstem Maße technikaffine Paar dann auch den perfekten Mann für die Umsetzung. Mit einem Augenzwinkern weiß Hieber zu berichten, dass die Dame des Hauses der treibende Faktor hinter der elektrotechnischen Vollausstattung war.

Der erfahrene KNX-Profi konzipierte eine komplette Lösung für das Objekt: Basierend auf GIRAs HomeServer werden hier Licht, Heizung und Beschattung gesteuert, und auch die Sicherheitstechnik ist in die KNX-Lösung integriert. Zugangstechnik von Siedle reizte Hieber so weit aus, dass mit nur drei Fingerabdrucklesern fünf Türen (inkl. der Garagentore), teils sogar mehrere gleichzeitig, gesteuert werden können, je nachdem, welcher Finger zum Einsatz kommt. Die Jalousien kommen sonnenstandsabhängig zum Einsatz und sind ebenfalls in die Raumszenen integriert, die Heizung und Lüftungsregelung kontrolliert ebenfalls der intelligente Systembus der KNX-Lösung. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach komplettiert die technische Ausstattung und trägt natürlich zur energetischen Optimierung bei.

Die meisten der Leuchten im Haus arbeiten bereits mit der hochmodernen LED-Technik. Sie kommen vom deutschen Hersteller Nimbus, zu finden sind unter anderem die Q 36 getauften, quadratischen Module, bei denen 36 LEDs in einer Kunststoffplatte mit integrierter Optik verbaut werden. Angesteuert werden die Leuchten über eine DALI-Steuerung, die selbstverständlich ebenfalls an den Bus angekoppelt ist.

Visualisiert wird die Haustechnik mit GIRAs bewährtem Quad-Client, allerdings verzichtete Hieber zu Gunsten der minimalistischen Optik auf in der Wand verbaute Technik und lässt die Hausherren via iPad und iPhone nach Lust und Laune schalten und walten. In der Tat übernimmt auch hier die Dame des Hauses den Großteil der individuellen Programmierung – in Sachen Haustechnik hat sich die Gleichberechtigung also mehr als durchgesetzt.

Der reduzierten Architektur wurde Hieber mit Schaltern von Basalte gerecht. Die ausgesucht eleganten Tastsensoren des belgischen Herstellers aus der Baureihe Sentido bieten mit ihren vier Flächen zahllose Möglichkeiten zur Raumsteuerung und können dank des integrierten RGB-Lichts auch gestalterisch eingesetzt werden. Hieber programmierte das System so, dass die vier Sektoren eines jeden Schalters zum Abruf von drei Lichtszenen sowie als Ausschalter genutzt werden. Durch längeres Drücken lassen sich die Jalousien steuern, also je Sentido zwei Bereiche, und über die Multitouch-Auslegung aktivieren die Hausherren das Stoppen der Jalousien an einer beliebigen Position. Die RGB-Elemente sind überall auf Blau eingestellt und dienen so nachts als Orientierungslicht, nur neben der Eingangstür leuchtet es grün, sofern alle Fenster und Türen geschlossen sind, und rot, wenn das nicht der Fall ist. Die in die Schalter integrierten Temperaturfühler schicken ihre Statusmeldungen über den Bus an den HomeServer, der dementsprechend die Klimatisierung des Objektes steuert.

Der ganze Artikel auf der Website von smart homes - Das Magazin für intelligentes Wohnen:

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